Neuer Flughafen-Frankfurt-Plan: Mehr Lärmschutz ohne Flugreduzierung bis 2033
Philipp HartmannNeuer Flughafen-Frankfurt-Plan: Mehr Lärmschutz ohne Flugreduzierung bis 2033
Ein neuer Betriebsplan für den Flughafen Frankfurt wurde vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr geprüft. Das Konzept zielt darauf ab, die Lärmbelastung in den umliegenden Gemeinden auszugleichen, ohne die aktuelle Flugmenge zu reduzieren. Zu den zentralen Änderungen gehören eine morgendliche Lärmpause sowie Anpassungen der Abflugrouten je nach Verkehrsaufkommen.
Der überarbeitete Plan hält die Flugbewegungen auf dem bisherigen Niveau und sieht bis 2033 etwa 560.000 Starts und Landungen vor. Die meisten Abflüge werden weiterhin über die Westbahn erfolgen, während die Nordwestrouten und der südliche Anflug je nach Auslastung abwechselnd genutzt werden.
Als Teil der Neuerungen wurde ein freiwilliges Lärmschutzpaket vereinbart. Dieses umfasst einen Ausbau der Schallschutzmaßnahmen für Gebäude sowie zusätzliche Fördermittel für besonders betroffene Gebiete. Eine wesentliche Änderung ist die Einführung einer morgendlichen Ruhephase: Abflüge in nordwestlicher Richtung finden vor 6 Uhr nicht mehr statt.
Laut der Prüfung bleibt die Gesamtlärmbelastung mit dem aktuellen Niveau vergleichbar. Städte wie Wiesbaden und Mainz werden kaum Veränderungen spüren, während Gemeinden wie Nauheim und Rüsselsheim mit einer verringerten Belästigung rechnen können. Allerdings müssen sich Bewohner von Flörsheim und Eddersheim auf eine höhere Lärmbelastung einstellen. Ziel ist es, die Belastung gerechter zu verteilen und gezielte Ruhezeiten für betroffene Regionen einzuführen.
Der neue Rahmen behält die bestehende Lärmbewertung bei, führt aber Maßnahmen ein, um die Beeinträchtigungen in einigen Gebieten zu mildern. Morgendliche Flugbeschränkungen und Routenanpassungen sollen dort Entlastung bringen, wo es möglich ist. Der Plan wird nun mit dem vereinbarten Lärmschutzpaket umgesetzt.






