Niedersachsen setzt KI-Übersetzer für schnellere internationale Gerichtsverfahren ein
Finn WagnerNiedersachsen setzt KI-Übersetzer für schnellere internationale Gerichtsverfahren ein
Das niedersächsische Justizministerium und das Finanzministerium haben ein neues, KI-gestütztes Übersetzungswerkzeug für Gerichte eingeführt. Das System soll Verfahren mit internationalem Bezug beschleunigen und dabei sowohl Zeit als auch Kosten in der Rechtsprechung sparen.
Die Anwendung basiert auf einer bereits bestehenden KI-Plattform namens InDA (Intelligente Datenanalyse in internationalen Steuerprüfungen), die ursprünglich für die Steuerverwaltung entwickelt wurde und nun für den justiziellen Einsatz angepasst wurde. Die Behörden planen, das Tool bundesweit nach dem Prinzip „einer für alle“ einzuführen, um einen gleichberechtigten Zugang im gesamten Rechtssystem zu gewährleisten.
Das Justizministerium verfügt nun über die vollen Nutzungsrechte an der Software, einschließlich der Befugnisse, das System nach Bedarf zu modifizieren, zu verbreiten und weiterzuentwickeln. Offizielle Stellen betonen, wie wichtig es ist, vor der flächendeckenden Einführung einen rechtssicheren Rahmen zu schaffen.
Das neue System soll internationale Verfahren vereinfachen und den Verwaltungsaufwand verringern. Sobald es vollständig implementiert ist, wird es Justizbehörden in ganz Deutschland zur Verfügung stehen. Das Projekt markiert einen Schritt in Richtung der Integration von Künstlicher Intelligenz in den juristischen Alltag.






