Osnabrück setzt auf grünen Wasserstoff – Energiewende durch neue Partnerschaft
Finn WagnerOsnabrück setzt auf grünen Wasserstoff – Energiewende durch neue Partnerschaft
Westenergie AG und die Stadtwerke Osnabrück bündeln ihre Kräfte, um die Produktion von grünem Wasserstoff in der Region Osnabrück auszubauen. Die Partnerschaft soll den Ausstieg der Region aus fossilen Brennstoffen beschleunigen. Beide Unternehmen sehen in Wasserstoff einen zentralen Baustein für eine sauberere Energiezukunft.
Die beiden Firmen unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, an der auch die SWO Netz GmbH – der Netzbereich der Osnabrücker Stadtwerke – beteiligt ist. Als erster Schritt wird ein gemeinsames Projektteam eingerichtet, das voraussichtlich 2024 seine Arbeit aufnehmen soll. Ein Schwerpunkt liegt auf der Umrüstung bestehender Erdgasleitungen, um stattdessen grünen Wasserstoff zu transportieren.
Grüner Wasserstoff entsteht durch die Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff mithilfe von Ökostrom. Da bei diesem Prozess kein CO₂ freigesetzt wird, gilt er als klimaneutrale Alternative zu Erdgas, Kohle und Öl. Der Energieträger kann Industrieanlagen antreiben, Gebäude beheizen und sogar Fahrzeuge betreiben.
Lokale Politiker begrüßen das Vorhaben. Katharina Pötter, Oberbürgermeisterin von Osnabrück, und Landrätin Anna Kebschull lobten die intensivierte Zusammenarbeit. Gleichzeitig fördert die aktualisierte Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung solche Projekte mit finanziellen Mitteln und Forschungsunterstützung.
Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, betonte, dass regionale Partnerschaften für die Energiewende unverzichtbar seien. Daniel Waschow, Geschäftsführer der Stadtwerke Osnabrück, pflichtete ihr bei und bezeichnete Wasserstoff als entscheidend für die Wärme- und Stromversorgung der Region.
Das Projekt startet 2024 mit einem spezialisierten Team, das sich mit der Leitungsumbauung und der Wasserstoffproduktion befassen wird. Bei Erfolg könnte es die CO₂-Emissionen in den Bereichen Wärme, Verkehr und Industrie deutlich senken. Die Initiative steht im Einklang mit den nationalen Zielen, die saubere Energieinfrastruktur in Deutschland auszubauen.






