18 March 2026, 18:08

Polizei Stade deckt erschreckende Mängel bei Gurt- und Kindersicherung auf

Stadtstraße mit fahrenden Autos, Strommasten mit Drähten, Gebäuden, Bäumen und Namenschildern, mit einem "Fahrer müssen Sicherheitsgurte tragen"-Schild an einem Strommasten.

Polizei Stade deckt erschreckende Mängel bei Gurt- und Kindersicherung auf

Polizei im Landkreis Stade beteiligt sich an europaweiter Kontrollwelle zu Sicherheitsgurten und Kinderrückhaltesystemen

In einer jüngst durchgeführten europaweiten Aktion zur Überprüfung der Gurt- und Kindersicherungspflicht war auch die Polizei im Landkreis Stade beteiligt. Die Kontrollen fanden vom 9. bis 15. März im Rahmen der "ROADPOL-Aktion Sicherheitsgurt" statt und zielten darauf ab, die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu überprüfen. Dabei wurden Hunderte Fahrzeuge angehalten – mit teils besorgniserregenden Ergebnissen.

Während der einwöchigen Kontrollphase hielten Beamte insgesamt 430 Fahrzeuge an. Bei fast jedem vierten Fahrzeug (24 %) war mindestens ein Insasse nicht vorschriftsmäßig gesichert. In 103 Fällen folgten Verwarnungen oder Bußgelder.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Auswertung der Kontrollen zeigte deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen und Fahrzeugtypen. Zwar waren 99,3 % der Kinder in irgendeiner Form gesichert, doch nicht alle nutzten altersgerechte Rückhaltesysteme. Bei Kindern unter fünf Jahren trugen auf Landstraßen 1,9 % und in städtischen Gebieten 2,7 % statt einer passenden Kindersicherung lediglich einen Erwachsenengurt. Bei Kindern ab sechs Jahren waren 88,9 % auf Landstraßen und 87,7 % im Stadtverkehr korrekt gesichert.

Auch bei Erwachsenen gab es noch Verbesserungspotenzial: Die durchschnittliche Anschnallquote lag bei 98,3 % – leicht unter den Vorjahreswerten. Besonders auffällig war die Situation im gewerblichen Verkehr, wo nur 89,0 % der Insassen angegurtet waren.

Die erhobenen Daten unterstreichen weiterhin bestehende Risiken. Studien belegen, dass das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts die Gefahr von schweren oder tödlichen Verletzungen bei einem Unfall deutlich erhöht. Allein in Niedersachsen wurden während der gleichen Kontrollwoche zwölf Kinder unter fünf Jahren mit ungeeigneten Rückhaltesystemen festgestellt.

Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig konsequente Kontrollen und Aufklärungskampagnen bleiben. Die Stadeaner Polizei wird auch künftig Verstöße gegen die Gurt- und Kindersicherungspflicht gezielt ahnden – als Teil umfassender Maßnahmen zur Verkehrssicherheit. Denn die korrekte Nutzung von Rückhaltesystemen ist entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden und Leben zu retten.

Quelle