01 May 2026, 04:09

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg: Proteste eskalieren vor dem 1. Mai

Eine Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang, hält ein Banner mit der Aufschrift "Solidarität und Feminismus", mit parkenden Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg: Proteste eskalieren vor dem 1. Mai

Über 2.600 Menschen versammelten sich am Donnerstagabend in Berlin-Kreuzberg zur jährlichen Frauendemonstration vor dem 1. Mai. Die unter dem Motto "Reclaim the Night" bekannte Kundgebung war von einer angespannten Stimmung geprägt, als die Teilnehmenden durch die Straßen zogen und mit Forderungen nach Maßnahmen gegen Belästigung und patriarchale Strukturen auf sich aufmerksam machten.

Die Demonstration begann am Kottbusser Damm und folgte einer festgelegten Route, bevor sie auf der Köpenicker Straße endete. Unterwegs zündeten einige Teilnehmerinnen Feuerwerkskörper und warfen Gegenstände auf Polizeibeamte. Die Behörden meldeten vier Vorfälle mit Sachbeschädigungen an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen.

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Rund 1.800 Einsatzkräfte waren in ganz Berlin im Einsatz, um die Kundgebung sowie weitere Aktivitäten in der Walpurgisnacht zu überwachen. Trotz der Ausschreitungen beendete die Veranstalterin die Demonstration etwa zehn Minuten früher als geplant. Eine Person wurde festgenommen, nachdem sie angeblich einen Beamten beleidigt haben soll.

Die Teilnehmenden nutzten den Marsch, um ihrer Frustration Ausdruck zu verleihen, und erklärten, es sei an der Zeit, sich gegen strukturelle Ungleichheit zur Wehr zu setzen. Die Stimmung in der Menge blieb den ganzen Abend über aufgeladen.

Die Kundgebung endete ohne schwere Verletzungen, hinterließ jedoch leichte Sachschäden und eine Festnahme. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort und sorgte dafür, dass die Demonstration vorzeitig beendet wurde. Sowohl die Organisatorinnen als auch die Teilnehmenden machten deutlich, wie dringend gesellschaftlicher Wandel notwendig ist.

Quelle