Suhl beschließt massive Ausweitung von Windenergieflächen in Südwestthüringen trotz Proteste
Leni SchulzSuhl beschließt massive Ausweitung von Windenergieflächen in Südwestthüringen trotz Proteste
Regionalplanungskonferenz in Suhl billigt Entwurf zur Ausweitung von Windenergieflächen in Südwestthüringen
Eine Regionalplanungskonferenz in Suhl hat einen Entwurf zur Erweiterung von Windenergiezonen in Südwestthüringen verabschiedet. Mit der Entscheidung steigt die ausgewiesene Fläche für Windkraftanlagen von 0,15 auf 1,7 Prozent der Region an – das entspricht etwa 6.900 Hektar. Der Beschluss fand breite Zustimmung, stieß jedoch bei einigen lokalen Vertretern und Anwohnern auf Widerstand.
Der Regionalplanungsverband Südwestthüringen (RPG) kam am Mittwoch zusammen, um über die zweite Fassung des Regionalplans zu beraten. Im Rahmen der Sitzung stimmten die Mitglieder für die Ausweisung von 40 Vorranggebieten für Windenergie, darunter sieben im Bereich der Rhön. Konkrete Standorte wie der Dietrichsberg, der Hetzeberg und der Hoppberg wurden als mögliche Bauflächen für Windräder markiert.
Der Beschluss wurde mit 21 Stimmen angenommen. Allerdings lehnten sowohl der Landkreis Sonnebergs Landrat Robert Sesselmann (AfD) als auch Schalkaus Bürgermeister Mark Schwimmer (parteilos) den Entwurf ab. Vor dem Veranstaltungsort protestierten rund 150 Demonstranten aus der Rhön mit einer "stillen Mahnwache" gegen die Pläne. Unter ihnen befanden sich auch Mitglieder der Bürgerinitiative Stadtlengsfeld gegen Windräder im Wald (BI).
Ab dem 18. Mai folgt nun eine achtwöchige öffentliche Auslegungsphase, in der Anwohner und Beteiligte die Möglichkeit haben, den Entwurf einzusehen und Stellungnahmen abzugeben.
Der beschlossene Plan sieht eine deutliche Ausweitung der Windenergieflächen in der Region vor. Die Konsultationsphase bietet der Bevölkerung die Chance, Bedenken oder Unterstützung zu äußern, bevor endgültige Entscheidungen fallen. Die weiteren Schritte hängen von den Rückmeldungen ab, die in dieser Phase gesammelt werden.






