14 March 2026, 14:13

Thüringer Imker hoffen nach mildem Winter auf ein starkes Bienenjahr

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung eines Bienenstocks auf der Seite, das Text und einige Insekten, wahrscheinlich Bienen, die um den Honigstock schwirren, enthält.

Kalter Winter hilft Thüringens Bienen - Sorgen bleiben - Thüringer Imker hoffen nach mildem Winter auf ein starkes Bienenjahr

Imker in Thüringen blicken nach mildem Winter vorsichtig optimistisch in die Zukunft

Die kalten, schneereichen Bedingungen ermöglichten es den Bienen, ohne den Stress plötzlicher Temperaturschwankungen zu ruhen. Bisher deuten Berichte nicht auf größere Verluste in den Völkern während der Wintermonate hin.

Der Landesverband der Imker zählt rund 3.000 registrierte Mitglieder, größtenteils Hobbyimker. Doch die tatsächliche Zahl der Bienenhalter in Thüringen dürfte weit höher liegen. Nur ein kleiner Teil – etwa 10 bis 15 Personen – übt die Imkerei hauptberuflich aus, da wirtschaftliche Herausforderungen und die Konkurrenz durch billigen Import-Honig den Beruf schwierig machen.

Ein früher Frühling birgt für die Bienen sowohl Chancen als auch Risiken. Palmkätzchen bieten eine wichtige frühe Nahrungsquelle, da die Bienen Pollen für ihre Brut sammeln. Folgt jedoch noch ein Spätfrost, könnte die plötzliche Wärme die Völker anfällig für Schäden machen.

Die Varroa-Milbe bleibt eine der größten Bedrohungen: Sie schwächt die Larven und verbreitet Krankheiten. Zuchtprogramme laufen, um honigbienen zu entwickeln, die widerstandsfähiger gegen den Parasiten sind – doch Fortschritte brauchen Zeit.

Da die Winterverluste gering blieben und der Frühling früh einsetzt, hoffen Thüringens Imker auf ein stabiles Jahr. Der Erfolg der Zuchtbemühungen und die Wetterbedingungen in den kommenden Wochen werden eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Völker spielen. Derzeit liegt der Fokus darauf, die Bienen vor Schädlingen und unerwarteten Kälteeinbrüchen zu schützen.

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