Titan Wind Energy baut Europas größte Monopile-Fabrik in Cuxhaven auf
Finn WagnerTitan Wind Energy baut Europas größte Monopile-Fabrik in Cuxhaven auf
Titan Wind Energy hat einen bedeutenden Vertrag mit ESAB unterzeichnet, um Schweiß- und Handhabungstechnik für sein neues Werk in Cuxhaven, Deutschland, zu liefern. Die Vereinbarung unterstützt die Pläne des Unternehmens, eine der größten Produktionsstätten für Monopiles in Europa aufzubauen – eine Entscheidung, die auf einer Investition von 300 Millionen Euro im Jahr 2024 basiert.
Das Werk in Cuxhaven wird sich auf XXL-Monopiles spezialisieren, wobei jede Einheit einen Durchmesser von bis zu 14 Metern, eine Länge von 140 Metern und ein Gewicht von 3.500 Tonnen erreichen wird. Die Wände dieser Konstruktionen werden 160 Millimeter dick sein und für Offshore-Windparks ausgelegt. Titan Wind Energy begann bereits 2022 mit der Herstellung von Monopiles dieser Dimensionen in Cuxhaven.
Die neue Fabrik erstreckt sich über rund 750.000 Quadratmeter, einschließlich Produktionsflächen und einem Schwerlastlager. Dank der direkten Tiefseeanbindung können die Monopiles unmittelbar auf Transport- und Installationsschiffe verladen werden. Die Anlage wird zudem über eine vollständig integrierte Produktionskette verfügen, die auch Vormontage- und Logistikdienstleistungen umfasst. Im Rahmen der Vereinbarung wird ESAB hochleistungsfähige Schweiß- und Handhabungslösungen liefern, die speziell auf die XXL-Monopiles zugeschnitten sind. Bei voller Kapazität soll das Werk jährlich 200 dieser Strukturen produzieren – was etwa 350.000 Tonnen Stahlfundamenten entspricht. Das Projekt wird zudem über 600 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.
Heiko Mützelburg, CEO von Titan Wind Energy, bezeichnete den Vertrag mit ESAB als einen entscheidenden Schritt für das Cuxhaven-Projekt. Die Fabrik stellt eine erhebliche Erweiterung der deutschen Kapazitäten dar, um großflächige Offshore-Windprojekte zu unterstützen.
Die 300-Millionen-Euro-Investition in Cuxhaven wird nicht nur die lokale Beschäftigung stärken, sondern auch die europäische Lieferkette für Offshore-Windenergie ausbauen. Mit einer geplanten Jahresproduktion von 200 XXL-Monopiles wird die Anlage eine Schlüsselrolle bei der Deckung der Nachfrage nach großformatigen Stahlfundamenten spielen. Die Tiefseeanbindung und die integrierten Dienstleistungen vor Ort steigern zudem die Effizienz von Transport und Installation.