18 March 2026, 18:08

Vermilion Energy weitet Gasförderung im Heidekreis aus – Behörden protestieren gegen mangelnde Abstimmung

Gruppe von Menschen mit einem "Stoppt Gas"-Schild auf der Straße, die gegen die Europäische Union protestiert. Im Hintergrund sind Gebäude, Bäume, Pfosten, Verkehrszeichen und ein klarer blauer Himmel zu sehen.

Vermilion Energy weitet Gasförderung im Heidekreis aus – Behörden protestieren gegen mangelnde Abstimmung

Vermilion Energy: Kanadischer Konzern erweitert Gasförderung im Heidekreis – Lokale Behörden kritisieren mangelnde Abstimmung

Der kanadische Energiekonzern Vermilion Energy baut seine Erdgasexploration im niedersächsischen Heidekreis aus. Die jüngsten Schritte des Unternehmens haben bei lokalen Behörden Besorgnis ausgelöst, die dem Konzern vorwerfen, sie nicht ausreichend einbezogen zu haben. Zu den Plänen gehören nun auch neue Bohrungen in der Nähe von Wohngebieten – was Fragen zu den Auswirkungen auf Umwelt und Anwohner aufwirft.

Die Erdgasförderung im Heidekreis blickt auf eine über 50-jährige Geschichte zurück. Wichtige Förderstätten befanden sich einst in Idsingen, Hamwiede, Söhlingen, Soltau und Walsrode. Doch bis 2026 werden alle Bohrlöcher im Landkreis stillgelegt sein; dann gibt es keine aktiven Förderanlagen mehr.

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Aktuell betreibt Vermilion die Bohrung "Osterheide Z2" in Wietzendorf, die jährlich rund 20.000 Haushalte mit Gas versorgt. Das Unternehmen schätzt, dass das Feld Wisselshorst bei Kroge bis zu 30 Milliarden Kubikmeter Gas enthalten könnte. Zwei Erkundungsbohrungen sind für 2027 geplant, weitere sollen folgen – damit rückt die industrielle Tätigkeit näher an Wohngebiete heran.

Lokale Vertreter zeigten sich überrascht, als Vermilion plötzlich die Ausweitung der Exploration bekannt gab. Der Landrat kritisierte die Kommunikation des Unternehmens als mangelhaft, obwohl dessen Vorgehen rechtlich einwandfrei sei. Bei einer jüngsten Kreistagssitzung wurden alle Punkte zwar einstimmig beschlossen, doch die Spannungen blieben spürbar.

Der Heidekreis wird die Entwicklungen genau beobachten und im Rahmen der landesweiten Genehmigungsverfahren Einwände vorbringen. Das Thema spaltet die Region seit Langem: Anwohner fürchten Umweltschäden, Einschränkungen der Lebensqualität und eine Gefährdung der Klimaziele.

Trotz lokaler Verärgerung über fehlende Transparenz treibt Vermilion seine Pläne voran. Die Bohrungen in Wohngebietnähe und das Ausmaß der möglichen Förderung werden die Debatte weiter anheizen. Wie es weitergeht, hängt nun von Entscheidungen auf Landesebene ab – wo die Verantwortlichen versprechen, ihre Bedenken deutlich zu machen.

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