25 June 2026, 04:06

Volkswagen reformiert Managergehälter – doch die Boni steigen trotzdem

VW-Chef Müller: Managergehälter sind gerechtfertigt

Volkswagen reformiert Managergehälter – doch die Boni steigen trotzdem

Volkswagen führte 2017 ein neues Vergütungssystem für Führungskräfte ein – als Reaktion auf anhaltende Kritik. Die Änderungen umfassten strengere Kriterien für leistungsabhängige Boni, die künftig teilweise an die weitere Geschäftsentwicklung geknüpft wurden. Konzernchef Matthias Müller blieb auch in diesem Jahr der bestbezahlte Manager des Unternehmens.

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Das überarbeitete System setzte eine Obergrenze für die Einkünfte der Spitzenkräfte fest. Müllers maximale Vergütung wurde auf 10 Millionen Euro begrenzt, während andere Vorstandsmitglieder auf 5,5 Millionen Euro gedeckelt wurden. Dennoch stieg die Gesamtvergütung des Vorstands 2017 auf rund 50,3 Millionen Euro – nach 39,5 Millionen Euro im Vorjahr.

Müller selbst erhielt 2017 mehr als 10,1 Millionen Euro. Sein Festgehalt, ohne Boni und Pensionsrückstellungen, lag bei etwa 9,5 Millionen Euro. Öffentlich verteidigte er die hohen Bezüge mit dem Argument, die wirtschaftliche Bedeutung Volkswagens und die persönlichen Risiken der Führungskräfte rechtfertigten die Vergütung.

Die Reform sollte Bedenken der Öffentlichkeit gegenüber Managergehältern Rechnung tragen. Die neuen Regeln banden zwar die Boni stärker an künftige Leistungen, verhinderten aber keinen generellen Anstieg der Vorstandsvergütung für 2017. Unter dem aktualisierten System erhielten die Vorstandsmitglieder sogar mehr als im Vorjahr.

Quelle