VW und Audi erhöhen 2026 erneut die Preise – Händler kämpfen mit Kosten und Zinsen
Finn WagnerVW und Audi erhöhen 2026 erneut die Preise – Händler kämpfen mit Kosten und Zinsen
Preise für VW und Audi steigen 2026 weiter – Händler verweisen auf Kostenexplosion und Zinslast
Die Preise für Neuwagen bei Volkswagen- und Audi-Händlern werden voraussichtlich 2026 weiter steigen. Als Gründe nennen die Händler gestiegene Kosten, höhere Zinsen und strengere Vorschriften. Die Entwicklung setzt einen Trend fort, der sich bereits Ende 2023 in Preiserhöhungen beider Marken gezeigt hatte.
So hatte Volkswagen seine Basispreise im August um 1,5 Prozent angehoben, während die Preise für Elektromodelle unverändert blieben. Zwei Monate später erhöhte Audi die Listenpreise für Verbrenner um etwas mehr als 2 Prozent. Die Anpassungen spiegeln die wachsende finanzielle Belastung der Händler wider.
Alexander Sauer-Wagner, Vorsitzender des VW- und Audi-Händlerverbands, warnte, dass die Listenpreise auch 2026 "weiter nach oben tendieren" dürften. Als Hauptgründe nannte er explodierende Energiekosten, höhere Löhne und zunehmende regulatorische Auflagen. Auch die gestiegenen Zinsen belasteten die Händler zusätzlich. Trotz der teurer werdenden Fahrzeuge zeigt sich Sauer-Wagner optimistisch für den Absatz von Elektroautos. Entscheidend seien für Käufer weniger die Anschaffungskosten als vielmehr die Leasingraten, betonte er. Bis 2026 könnten sich die Leasingkonditionen für Elektro- und Verbrennermodelle angleichen. Sollten die Leasingraten für Elektroautos jedoch deutlich unter denen der Verbrenner liegen, könnten Händler die Preise für Elektroautos anheben, um die Differenz auszugleichen.
Der Verband geht davon aus, dass die anhaltenden Kostendrucke die Preispolitik in den kommenden Jahren prägen werden. Während sich die Leasingbedingungen für Elektro- und Verbrennermodelle annähern könnten, dürften die Kaufpreise weiter steigen. Die Händler bereiten sich auf einen Markt vor, in dem die Erschwinglichkeit zunehmend von den monatlichen Raten und weniger von den Listenpreisen abhängt.