VW verschiebt Integration der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Philipp HartmannVW verschiebt Integration der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Volkswagen wird die Integration seiner sächsischen Tochtergesellschaft um bis zu zwei Jahre verschieben. Die Entscheidung folgt anhaltenden technischen Herausforderungen.
Die Fusion war erstmals 2021 angekündigt worden, mit einer geplanten Vollendung bis 2027. Interne Quellen nennen jedoch fortlaufende Probleme bei der Einführung eines SAP-Systems als Hauptgrund für die Verzögerung. Diese technischen Anpassungen haben den Prozess verlangsamt und erfordern mehr Zeit als ursprünglich vorgesehen.
Die Lohnvereinbarungen für den sächsischen Standort wurden bereits zu Jahresbeginn an die Standards von Volkswagen AG am Hauptsitz Wolfsburg angeglichen. Trotz der Verzögerung bestätigte das Unternehmen, dass die rund 10.000 Mitarbeiter keine finanziellen Nachteile befürchten müssen.
Die Nachricht kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für das Werk Zwickau. Kürzliche Verlagerungen mehrerer Produktionsmodelle und anhaltende Kosteneinsparungen belasten den Betrieb zusätzlich. Eine endgültige Entscheidung über die Verschiebung wird für die Aufsichtsratssitzung der Volkswagen Sachsen GmbH am Montag erwartet.
Die Verzögerung bedeutet, dass die sächsische Tochtergesellschaft vorerst mindestens zwei weitere Jahre eigenständig bleiben wird. Die Anpassungen der IT-Systeme bleiben das größte Hindernis. Die anstehende Aufsichtsratssitzung wird über die nächsten Schritte der Integration entscheiden.






