Winziges Kätzchen aus Hermannsburg kämpft nach dramatischer Rettung um sein Leben
Leni SchulzWinziges Kätzchen aus Hermannsburg kämpft nach dramatischer Rettung um sein Leben
Letzte Woche wurde ein winziges schwarzes Kätzchen, kaum noch am Leben, von einem Supermarkt-Parkplatz in Hermannsburg gerettet. Steffi Klönne, eine ehrenamtliche Helferin der Tierschutzorganisation Tiernothilfe Nord, entdeckte das Tier – von Flöhen gequält und schwer dehydriert. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Krise verwahrloster Katzen in Niedersachsen, wo Schätzungen zufolge rund 200.000 Streuner unter harte Bedingungen leben.
Klönne, eine preisgekrönte Katzenschützerin aus Soltau, verzeichnet in dieser Saison einen dramatischen Anstieg ausgesetzter Jungtiere. Viele von ihnen werden nach der Geburt von wildlebenden oder herrenlosen Katzen einfach sich selbst überlassen. Das Kätzchen aus Hermannsburg zählt zu ihren jüngsten Rettungen und erholt sich nun in einem speziellen Raum für Jungtiere im Pflegezentrum des Vereins.
Während das gerettete Kätzchen in Sicherheit ist, verschärft sich das Problem der ausgesetzten Katzen weiter. Angesichts steigender Tierarztkosten und einer wachsenden Zahl von Streunern ist Tiernothilfe Nord auf öffentliche Unterstützung angewiesen, um ihre Arbeit fortzuführen. Die Futterbank und Rettungsaktionen des Vereins bleiben für bedürftige Tiere und ihre Halter:innen unverzichtbar.