29 January 2026, 18:32

Wolfsburgs Straßen bleiben trotz Rückgangs ein Risikogebiet für Raserei

Eine Ampel mit rotem Handzeichen in einer urbanen Umgebung, flankiert von Gebäuden auf beiden Seiten unter einem klaren Himmel.

Wolfsburgs Straßen bleiben trotz Rückgangs ein Risikogebiet für Raserei

Wolfsburg verzeichnete 2025 leichten Rückgang bei Verkehrsverstößen in der Stadt. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Verkehrsverstöße in der Stadt leicht zurück: 157.469 Delikte wurden 2025 registriert – rund 2.000 weniger als im Vorjahr. Dennoch bleiben extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen und Rotlichtverstöße ein ernstes Problem in der gesamten Stadt.

Wie das Ordnungsamt der Stadt mitteilte, wurden 2025 insgesamt 112.980 Tempodelikte gezählt – fast genauso viele wie im Jahr zuvor. Der schwerwiegendste Fall betraf einen Fahrer, der auf der Heinrich-Nordhoff-Straße mit 131 km/h unterwegs war, obwohl dort Tempo 50 gilt. Weitere gefährliche Vorfälle gab es mit 125 km/h auf der Braunschweiger Straße und 121 km/h auf der Wolfsburger Landstraße. Besonders alarmierend: Auf dem Schlesierweg, einer Tempo-30-Zone, wurde ein Fahrer mit 83 km/h gemessen.

Alleinen die fest installierten Blitzer an der Kreuzung St.-Annen erfassten 10.694 Geschwindigkeitsverstöße und 1.919 Rotlichtvergehen. In 133 Fällen fuhren Autofahrer erst eine volle Sekunde nach dem Umschalten auf Rot in die Kreuzung ein – was höhere Bußgelder und 407 Fahrverbote zur Folge hatte. Die meisten Tempodelikte gab es auf der Braunschweiger Straße (14.462 Fälle), gefolgt von der Heßlinger Straße (9.391) und der Berliner Brücke (8.109).

Insgesamt erteilte die Stadt 2025 rund 12.675 Bußgeldbescheide wegen zu schnellen Fahrens. Die gesamten Strafen und Gebühren beliefen sich auf etwa 5,74 Millionen Euro.

Trotz des leichten Rückgangs bei den Verkehrsverstößen bleibt Wolfsburg mit riskantem Fahrverhalten konfrontiert. Die Zahlen zeigen, dass überhöhte Geschwindigkeit und Rotlichtverstöße weiterhin ein hartnäckiges Problem darstellen. Die Behörden kündigten an, die Kontrollen im kommenden Jahr zu verschärfen, um die Verkehrssicherheit in der Stadt zu erhöhen.