19 April 2026, 12:08

Zukunftsangst und Auswanderungspläne: Warum junge Deutsche verzweifeln

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem umzäunten Gebäude mit Bäumen und Fahnen.

Zukunftsangst und Auswanderungspläne: Warum junge Deutsche verzweifeln

Junge Deutsche blicken mit wachsender Unsicherheit in die Zukunft

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Viele junge Menschen in Deutschland kämpfen mit finanziellen, politischen und persönlichen Belastungen – eine neue Studie offenbart weitverbreiteten Stress, Schulden und ein tiefes Misstrauen gegenüber der Regierung. Manche ziehen sogar einen Wegzug aus dem Land in Erwägung.

Nur etwa die Hälfte der jungen Deutschen gibt an, einen klaren Berufsweg oder konkrete Zukunftspläne zu haben. Wirtschaftliche Instabilität und der rasante technologische Wandel lassen viele orientierungslos zurück. Besonders die explodierenden Wohnkosten bereiten Sorgen: 23 Prozent sind bereits verschuldet.

Psychische Belastungen nehmen zu Fast die Hälfte der Befragten leidet unter Stress, mehr als ein Drittel fühlt sich erschöpft oder zweifelt an sich selbst. Viele beschreiben ihren Smartphone-Gebrauch als "süchtig machend" – einige suchen inzwischen Rat bei KI-gestützter Beratung.

Politische Entfremdung und Radikalisierung Das Vertrauen in die Politik ist erschüttert: Nur 14 Prozent glauben, dass die Regierung "das Richtige tut". Junge Menschen fühlen sich bei der Gestaltung der Zukunft ausgegrenzt – eine Frustration, die die politische Spaltung vorantreibt. Während junge Frauen eher linke Parteien unterstützen, sympathisieren immer mehr junge Männer mit rechtsextremen Gruppen.

Auswanderungspläne nehmen zu Die Perspektivlosigkeit treibt viele in die Emigration: Aktuell bereiten sich 21 Prozent konkret auf einen Wegzug vor, 41 Prozent könnten sich dies langfristig vorstellen.

Die Studie zeichnet das Bild einer Generation, die mit finanziellen Nöten, politischer Entfremdung und psychischen Belastungen ringt. Angesichts des schwindenden Vertrauens in Institutionen und steigender Auswanderungsabsichten unterstreichen die Autoren die Dringlichkeit, junge Menschen stärker einzubinden. Gefordert werden ein intensiverer Dialog zwischen den Generationen und mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Politik.

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