Zwei Drittel der Studiengänge bald ohne NC – der freie Hochschulzugang wächst
Philipp HartmannZwei Drittel der Studiengänge bald ohne NC – der freie Hochschulzugang wächst
Bis zum Wintersemester 2026/27 werden mehr als zwei Drittel der Studiengänge an deutschen Hochschulen ohne Zulassungsbeschränkungen auskommen. Dies stellt eine deutliche Veränderung gegenüber den Vorjahren dar und bedeutet weniger Hürden für Studieninteressierte.
Noch vor einem Jahrzehnt verlangte fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge bestimmte Notendurchschnitte für die Zulassung. Aktuell gilt dies nur noch für 31,6 Prozent der Programme – ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Damit können Studierende sieben von zehn grundständigen Studiengängen unabhängig von ihren Schulabschlussnoten belegen.
Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich. Berlin und Baden-Württemberg verzeichnen nach wie vor die höchsten Anteile an zulassungsbeschränkten Studiengängen. Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz bieten dagegen den offensten Zugang: Hier ist weniger als jedes fünfte Studienangebot mit Zulassungsvoraussetzungen verbunden.
Besonders stark ist der Rückgang in Hamburg. Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil der beschränkten Studiengänge von 62,4 auf 37,6 Prozent.
Die generelle Lockerung der Zulassungskriterien ermöglicht es mehr Studierenden, ihren Wunschstudiengang zu wählen. Bis 2026 wird die Mehrheit der Programme ohne notenbasierte Beschränkungen zugänglich sein. Diese Entwicklung spiegelt einen breiteren Trend hin zu einem offeneren Hochschulzugang in ganz Deutschland wider.






