Mediashop GmbH meldet Insolvenz mit 51,55 Millionen Euro Schuldenlast
Mediashop GmbH meldet Insolvenz mit Schulden von 51,55 Millionen Euro
Die in Neunkirchen ansässige Teleshopping-Firma Mediashop GmbH hat Insolvenz angemeldet. Mit Verbindlichkeiten in Höhe von 51,55 Millionen Euro steht das Unternehmen, das rund 160 Mitarbeiter beschäftigt, vor einer ungewissen Zukunft, während Gläubiger und Investoren über die Vermögenswerte verhandeln.
Offiziell wurden die Insolvenzverfahren im Februar 2026 eingeleitet. Seither gestalten sich die Bemühungen zur finanziellen Stabilisierung schwierig – eine Einigung zwischen Investoren und der Hausbank über die Übernahme des Firmenhauptsitzes steht noch aus.
Das Grundstück in Neunkirchen, das von einem unabhängigen Gutachter auf 5,23 Millionen Euro geschätzt wird, umfasst 6.566 Quadratmeter. Ein 2018 fertiggestelltes Gebäude bietet 2.670 Quadratmeter Nutzfläche. Mediashop hält ein Erbbaurecht auf dem Gelände bis 2078 und zahlt jährlich knapp 14.000 Euro Erbbauzins.
Die Bank hält derzeit eine Grundschuld von bis zu 5,5 Millionen Euro auf das Objekt, wobei die tatsächlichen Verbindlichkeiten bei 3,9 Millionen Euro liegen. Der Insolvenzverwalter Michael Lentsch arbeitet mit potenziellen Investoren an einer Rettung des Unternehmens. Noch in dieser Woche soll der Verkauf der operativen Vermögenswerte sowie des Erbbaurechts abgeschlossen werden.
Das Ergebnis dieses Verkaufs wird entscheiden, ob Mediashop den Geschäftsbetrieb fortsetzen oder liquidiert werden muss. Mit 160 Arbeitsplätzen auf dem Spiel bleiben die Verhandlungen zwischen Gläubigern und Investoren entscheidend. Eine finale Entscheidung über das Grundstück und die verbleibenden Vermögenswerte steht in den kommenden Tagen an.






